Klostertag Bursfelde

"Suchen was trägt"

 Suchen, was trägt ...


 Was trägt unser Leben angesichts immer
 schnellerer Veränderungsprozesse?
 Was trägt von den unglaublich vielen
 Sinnangeboten und Lebensentwürfen?
 Was trägt, wenn Vertrautes zerbricht,
 wenn alte Antworten nicht mehr    überzeugen? 
 Was trägt angesichts persönlicher,
 gesellschaftlicher und weltweiter
 Probleme und Krisen?
 Was trägt, wenn wir konfrontiert
 werden mit den Fragen nach dem
 Sinn des Lebens und nach dem
 Umgang mit der Freiheit?
 Zu unserm Menschsein gehört das Suchen
 nach Antworten.

 

 Klaus Dettke

 Leiter des Geistlichen Zentrums Kloster Bursfelde

Meditativer Tanz-Kurs
 

 


Workshop Meditativer Tanz und

überlieferte Tänze 2015

„Suchen, was trägt“


Zum Tanz „Jeni Jol“

(Ursprung: überlieferter Frauentanz aus

dem Ottomanischen Reich, heute Mazedonien)

Ich habe kein Land,
ich habe keine Hoffnung.
Kein Land wird mich vermissen,
aber mit meinen Händen und meinem
Herzen baue ich Zelte in meinen Träumen.
Und unsere Beine, wenn sie tanzen,
in den Düften die dich verzaubern,
bringen unsere Körper in Bewegung
und entfalten sich in ihrer Umarmung.

 

Aus dem Liedtext „ To Tragoudi ton Yeefton“

Jeni Jol bedeutet “Neuer Weg” oder “Neues Leben”

auf türkisch.

 

Zur Gebärde
„Ich darf kommen wie ich bin“

(Choreografie N. Kloke)

 

 

Bist du bei mir,
so lege deine Hand ganz still in meine,
bis deine Seele mich ganz sanft berührt
und Wesensnähe zum Geheimnis
von Verschmelzung führt.

Bist du bei mir,
so wandelt sich die Angst zur Freude,
die vielen Fragen ahnen Antwort,
und ganz behutsam
kann ich spüren, wer ich bin.

 

Christa Spilling - Nöker


 

Zum Tanz „Embrace“

(Choreografie U. Böttcher)

 

Vertrauen
ohne Grund
loslassen
ohne Netz
leicht werden
ohne Angst
dahin gleiten
ohne Plan
bereit sein
für die kleinen Wunder
sie warten auf uns


Peter Schießtl

Zum Tanz „Das Ankommen“

(Choreografie N. Kloke)


Ankommen
Immer wieder ankommen
zwischen all dem Jagen –
ankommen bei sich selbst.
Zwischen Anforderungen von außen,
all den Ansprüchen,
die wir an uns selbst stellen.
Alle loslassen
zum Ankommen
bei uns selbst,
bei unserer Melodie
zum tiefen Frieden finden.


Irene Rüeg

 

 

 

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